
Alfred Manessier 1911 - 1993
Geboren in Saint-Ouen (F). Architekturstudium an der Ecole des
Beaux-Arts in Paris. Ab 1935 besucht er die Académie Ranson im
Montparnasse. Die Welt des Surrealismus beeinflusst seine
Bildthemen. Im Jahre 1936 verlässt er die Architektur, um sich
ganz der Malerei zu widmen. Er richtet sich in Paris ein und
wird Teil der Gruppe der Nouvelle Ecole von Paris, einer
Vorreiterin der modernen Malerei. 1943 macht Manessier eine
tiefe spirituelle Erfahrung im Trappistenkloster von Soligny. Er
findet dort zum Glauben, der sein ganzes Werk nähren wird. Dies
ist auch die Zeit, in der er sich allen künstlerischen
Ausdrucksweisen zuwendet: Erarbeitung von Glasfenstern,
Zusammenarbeit mit den Webern der Werkstatt Plasse le Caisne,
Illustration von Büchern, Töpferglasuren, Entwerfen von Kostümen
und Theaterdekorationen.1972 wird Alfred Manessier nach 33
Jahren aus seinem Atelier in Paris vertrieben. Er zieht sich
nach Emancé zurück. Dort stirbt er am Sonntag, den 1. August
1993 an den Folgen eines Verkehrsunfalls. |

«Laudes»
Lithografie, 1965
60 x 56
cm
|