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Hans Ulrich Schwaar 1920
Lehrer, Schriftsteller, Kunstsammler. Begründer der «Stiftung Hans Ulrich Schwaar». Bekannt geworden ist Schwaar als Autor von Mundarterzählungen und durch Übersetzungen verschiedener Werke von C. F. Ramuz und der «Sieben Brüder» des Finnen Aleksis Kivi ins Berndeutsche. Schwaar wohnt in Langnau i. E., verbringt aber seit längerer Zeit alljährlich mehrere Monate in einer abgelegenen Samen-Siedlung Finnisch-Lapplands oder in Schweden. Als Freund der Naturvölker des hohen Nordens kennt, erforscht und beschreibt Schwaar den Alltag, die Kultur und die Identitätsprobleme der Samen.
Das Gefühl ist stärker
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Die Stiftung «Kunst auf dem Lande» wird zur «Sammlung Hans Ulrich Schwaar».
Die Stiftung wollte seit ihrer Begründung vor gut 20 Jahren ein Geschenk an die Öffentlichkeit sein. Die Erkenntnis, dass Kunstschätze in Museen oder in Privaträumen nur beschränkt zugänglich und einsehbar sind, veranlasste den Kunstsammler H.U. Schwaar zum grosszügigen Schritt der Öffnung: Seine «Bilderwelt» war inzwischen mit Schenkungen und Zukäufen auf über 2000 Titel angewachsen und sie sollte möglichst breiten Kreisen ein SEHEN, VERSTEHEN und ERLEBEN der Kunst des 20. Jahrhunderts ermöglichen. Eine Stiftung sollte treuhänderisch Kunstvermittlung leisten.
Das Profil der Sammlung wurde erstmals 1995 in einer eigenen Broschüre umrissen, in einer kleinen Ergänzung 1999 fortgezeichnet, die Verteilung des Kunstgutes auf die vier Depots Langnau, Herzogenbuchsee, Biel und Payerne erläutert und die zahlreichen Ausstellungen dokumentiert. Jetzt haben Sie die neuste Publikation in der Hand.
Ein Rückblick auf 20 Jahre Stiftung gab Anlass zur Reflexion: Wie schaffen wir es, die «Schatztruhe» der Sammlung effektiv zu öffnen, diese Bilderwelt näher an die Gesellschaft heranzubringen und damit die Stiftungsidee wirksamer umzusetzen? Der Stiftungsrat hat gehandelt: Mit dem neuen Stiftungsnamen und den neuen Statuten wird betont, dass die Sammlung zwar das Werk und die bedeutende Leistung der Persönlichkeit H. U. Schwaar ist, dass alle vorhandenen Kostbarkeiten aber gezeigt und aus- geliehen werden können. Wir hoffen, bald auch auf einer Homepage im Internet erreichbar zu sein. Heute ist das Gesamtverzeichnis des Stiftungsgutes digital vorhanden. Auf neuen Wegen will der Stiftungsrat ernstmachen mit dem Öffnen der Schatztruhe. Die Ausstellung «Einblicke in die Sammlung Schwaar» im August 2005 in Langnau ist ein erster Schritt dazu.
Was sagen uns die Namen René Auberjonois, Alexandre Blanchet, Edouard Vallet, Hans Berger, Gerard de Palézieux, Alfred Manessier, Hans Gerber, Karl Geiser, Rudolf Mumprecht, Eugen Jordi, Emil Zbinden, Viktor Surbek, Hugo Welti, Paul Senn, Hans Kohler, Emil Jenzer? Lassen Sie sich ein auf eine Entdeckungsreise in diese Bilderwelt und vergessen Sie nicht den Blick auf jenen bedeutenden Teil der Sammlung, der CF. Ramuz gilt, ein literarischer Brückenschlag zur Romandie.
Hermann Bieri |
