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Wachszylinder Aufnahmen Josef Felder Flühli

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Wachszylinder Aufnahmen Josef Felder Flühli


Anfang 2008 ging ich den Gerüchten um Wachszylinder Aufnahmen mit Josef Felder nach und wurde nach langer erfolgloser Suche gegen Ende 2008 im Ethnologischen Museum Berlin fündig. Das Museum überspielte mir grosszügiger Weise die Wachszylinder gratis und so konnte ich Anfang 2009 dem Entlebucher Musikarchiv in Schüpfheim die von mir bearbeiteten raren Aufnahmen plus die Orginal CD übergeben.


Diese Aufnahmen wurden freundlicherweise vom Ethnologischen Museum Berlin zur Verfügung gestellt und sind nicht erhältlich. Für allfällige Fragen zu den Aufnahmen wenden Sie sich bitte an das Museum.












Wachszylinderaufnahmen 1909




Jodlerkönig Josef Felder Flühli Luzern ( 1835 - 1914)

Schweizer Jodelgesänge, aufg. im Phonogramm-Archiv, Berlin 1909


Sämtliche Jodelgesänge ges. v. Josef Felder, aet. 74; vgl. A.L. Gassmann,
Naturjodel des Josef Felder (Zürich, Juchli u. Beck) 1908 /citiert als "G")

1) Der alte Rigi Jodler. (G. Seite 5 ff)
2) Vortragsjodler und Appenzellerlied (G. S. 28 ff)
3) Jodler
4) Rigiliadli (G. S. 19 ff)
5) 's Bonapartle und Jodler (G. S. 67 ff)
6) Jodler
7) Fantasie Melodie
8) dt.
9) Alter Oberländer Jodler
10) Der alte Rigi Jodler (=1) mit eingelegtem Lied von Felder
11) Phantasiemelodie.







Geschichte der Wachswalze



Die Edison-Walzen, benannt nach ihrem Erfinder Thomas Alva Edison, sind im Standardformat etwa 10,5 cm lang und messen etwa 5,1 cm im Durchmesser. Sie haben eine Materialstärke von etwa 5 mm und sind hohl. Das Innere einer Edison-Walze ist konisch geformt, damit diese auf den Träger geschoben werden kann, ohne nachher zu verrutschen. Es gibt hiervon viele Abweichungen und Sonderformate anderer Hersteller wie die Walzen von Columbia oder Pathé. Hergestellt wurden die Walzen zunächst aus einem bräunlichen Wachs, dessen Bestandteile sich immer wieder leicht unterschieden. Es wurden hierfür verschiedene Wachssorten oder auch Harze, sowie Natronseife verwendet.

Die Aufnahme erfolgt über einen Trichter, der den Schall auf eine Membran leitet, die mit einem Stift auf die rotierende Walze schreibt. Zur Wiedergabe wird die rotierende Wachswalze mit einem abgerundeten Diamanten oder Glasball abgetastet. Dieser Glasball leitet die Schwingungen an eine Membran aus Glas, Glimmer, Kupfer oder Aluminium, die wiederum den Schall erzeugt. Über den Trichter wird der Schall an die Umgebung geleitet. Je nachdem, ob Sprache oder Musik aufgezeichnet wurde, lag die Abspielgeschwindigkeit zwischen 80 und 144 U/min. Die Geschwindigkeiten wurden oft fließend variiert (z. B. 136 U/min). Erst ab 1902 gab es eine einheitlich genormte Geschwindigkeit (160 U/min) für Walzen, die auch weitgehend eingehalten wurde.

Mitte 1886 wurde die erste Wachswalze mit einem Diktiersystem von Chichester A. Bell und Charles Sumner Tainter (1854–1940) vorgestellt. Diese hatte noch ein völlig anderes Format und bestand aus einem Pappkern mit überzogenem Wachs. Die von Bell und Tainter wenig später gegründete Firma Columbia vertrieb ihre eigenen Phonographen unter dem Namen Graphophone.

Im Jahr 1888 übernahm Edison die Idee Wachs als Aufnahmemedium zu nutzen und stellte sein eigenes Format vor, das sich als Standard durchsetzen konnte. Eine Kooperation mit Bell und Tainter hatte er kurz vorher energisch abgelehnt. Die Edison-Walzen bestanden vollständig aus Wachs und besaßen keinen Pappkern. Im Jahr 1902 stellte Edison die schwarze Wachswalze (Gold Moulded Record) vor. Diese Walzen waren herstellungsbedingt wesentlich härter und hatten einen klareren und lauteren Klang als ihre Vorgänger. Sie bestanden ebenfalls aus einer Mischung aus Wachs und Seife. Durch den erhöhten Härtegrad konnte man die Walzen mit einem höheren Auflagegewicht (12 g) abspielen, was zu einer lauteren Wiedergabe führte. Jedoch waren diese sogenannten Hartguss-, auch Goldguss-Walzen genannt, noch zerbrechlicher als ihre Vorgänger. Die Rillendichte betrug 100 tpi (tracks per inch), was bei einer Abspielgeschwindigkeit von 160 U/min zu einer Spielzeit von etwa 2½ Minuten führte. Im Jahr 1908 wurden die ersten Wachswalzen mit vierminütiger Spielzeit hergestellt. Dies wurde möglich, da die Rillen hier doppelt so eng beisammen lagen. Diese Wachswalzen und die 2-minütige Variante wurden von Edison bis 1912 produziert, die britische Firma Clarion stellte 2-minütige Wachswalzen noch bis in die 1920er Jahre her. Die ab 1908 hergestellten Diktierphonographen nutzten eine Rillendichte von 150 tpi, womit die Verwendung von vorbespielten Musikwalzen ausgeschlossen war.

Durch die Entwicklung der haltbaren und reproduzierbaren Schellackplatte des deutschen Erfinders Emil Berliner hatte die Wachswalze keine Zukunft mehr. Der Hauptvorteil der Schallplatte bestand in der ab 1902 verwendeten zweiten Seite, obgleich der Phonograph noch bis in die 1950er Jahre als Diktiergerät in den Büros zum Einsatz kam. Im Sommer 1929 lieferte Thomas Alva Edison die letzten seit 1912 aus Zelluloid gefertigten Walzen, sogenannte Blue Amberols, aus.

Edison hatte ab 1912 mit einem eigenen Schallplattenformat (Diamond Disc) aufgewartet und in den 20ern sogar Schallplatten mit einer Spieldauer von bis zu 24 Minuten, bei einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 80 U/min produziert. Edison widerstrebte die elektrische Aufnahme, da er aufgrund einer Hörschwäche keinerlei Vorteile gegenüber der akustischen Aufnahme mit einem Trichter wahrnehmen konnte. Zuletzt wurden sogar normale Schellackplatten und Koffergrammophone von Edison angeboten. Im Jahr 1929 versuchte sein Sohn, Charles Edison, die Edison Phonograph Company mit der Produktion von Radios zu retten, was nicht gelang. Im selben Jahr stellte die Edison Phonograph Company ihr Geschäft mit Tonträgern und Geräten vollständig ein.







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