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Feldmusik Marbach
Neuuniformierung Feldmusik Marbach
Schweizer Freunde feiern die neue Uniform
Artikel aus der Marbacher Zeitung vom 19.09.2009
Stadtkapelle-Musikverein MarbachMusiker erleben viel beim Besuchswochenende bei der Feldmusik Marbach bei Luzern.
Marbach Die Stadtkapelle-Musikverein Marbach war zu Besuch im Entlebuch - dem Wilden Westen von Luzern, bei der Feldmusik Marbach. Sie nahm mit einer Fahnendelegation an der Feier zur Neu-Uniformierung teil. Los ging"s am Samstag um 6.15 Uhr in aller Frühe vor dem Vereinsheim in Marbach.
Stau und stressfrei wurde die Alpenrepublik Schweiz erreicht. Durch einen falsch ausgestellten Fahrbefehl ausgelöst und unbeirrt seinem Navigationsgerät folgend, zeigte uns unser Busfahrer Rudi ganz unbekannte Gegenden der Schweiz. Er fuhr über einen Bergpass mit sehr schmalen Bergsträßchen und musste sein ganzes fahrerisches Können aufweisen um wieder unfallfrei im Tal in Entlebuch anzukommen.
Kurz nach 12 Uhr wurde das fast allen Reisenden wohlbekannte Marbach erreicht. Nachdem einige Feldmusiker den Reisebus gesichtet hatten, sprangen diese zu ihren Instrumenten, um in Orchesterstärke die Schillerstädter aus Marbach mit einigen zünftigen Märschen musikalisch zu begrüßen. Einige Musiker sahen noch sichtlich mitgenommen aus von der am Freitag stattgefundenen Uniformen-Derniere (Verabschiedung der alten Uniform), dafür war eine Zeit vorgesehen zwischen 19 Uhr und 2.30 Uhr in der Nacht.
Die alten Uniformen wurden 27 Jahre getragen. Im Musikzelt wurden dann die hungrigen und durstigen Reisenden köstlich bewirtet. In Privatquartieren und im Hotel Sporting wurden anschließend die Zimmer bezogen. Den Nachmittag verbrachte man auf der Marbachegg, rund 1500 Meter hoch gelegen. Diese kann in sechs Minuten mit einer modernen Kabinenbahn erreicht werden. Einige Sportliche bezwangen den Berg zu Fuß.
Nach gemeinsamem Abendessen lies man den Tag auf Einladung der Feldmusik in deren Bar ausklingen, was dazu führte, dass manche Betten nicht sehr lange zum Schlafen benützt wurden. Stahlblauer, wolkenloser Himmel am Sonntagmorgen trieb allen schnell den Schlaf aus den noch etwas müden Augen. Nach einem exzellenten und reichhaltigen Frühstück begab man sich auf den Weg zur unter Denkmalschutz stehenden, reich geschmückten barocken katholischen Pfarrkirche in Marbach. Dort begann um 9.30 Uhr der Festgottesdienst. Unter den Besuchern waren hochrangige Politiker, so der Regierungspräsident des Kantons Luzern, Ständeräte, ein Nationalrat und Kantonsräte.
Die Vertretung aus Marbach am Neckar mit Frank Prüwer als Erstem Vorsitzenden, sowie dem Ehrenvorsitzenden Eberhard Waser an der Spitze, gaben dem Gottesdienst den internationalen Rahmen. Nach dem farbenprächtigen Einmarsch der 17 Vereinsfahnen wartete man gespannt auf die Musiker der Feldmusik mit der Präsentation ihrer neuen Uniform. Voller Stolz marschierte die Kapelle mit ihren in rot gehalten Jacken einem feschen schwarzen Hut und farblich sehr gut dazu passender Krawatte vor den Altarraum zu ihren Sitzplätzen. Der katholische und der reformierte Pfarrer gingen in ihren Predigten auf die vielfältige Bedeutung der Uniform im kulturellen Bereich und Vereinsleben ein. In Gebeten segneten die Geistlichen die Uniform und ihre Träger. Neu-Uniformierungen und Fahnenweihen haben einen historisch sehr hohen Stellenwert für die Schweizer Vereine.
Die musikalischen Beiträge zur Umrahmung des Festgottesdienstes übernahm die Feldmusik selbst. Unter der Leitung ihres Dirigenten Kobi Banz wurden alle Musikstücke sehr dynamisch und wohlklingend vorgetragen. Es waren die folgenden: "Pastime With Good Company", "There Is A Green Hill Far Away", "My Way", vom Solisten auf dem Cornet Hansueli Bieri hervorragend geblasen und "Let It be" von den Beatles. Nach dem Schlussgebet wurden die 17 Vereinsfahnen geschwenkt was den feierlichen Schlusspunkt des Gottesdienstes setzte. Dieses sehr stimmungsvolle Bild wird sicher keiner der Anwesenden vergessen. Im Anschluss begab sich der Umzug, angeführt von der Harmoniemusik Marbach, gefolgt von den Fahnenabordnungen und der Feldmusik Marbach auf den Weg zum Dorfschulhaus. Dort gab es noch Vorträge vom Gemeindepräsidenten Fritz Lötscher und Vertretern des Festkomitees. Die musikalische Umrahmung übernahmen die Harmoniemusik Marbach, der Tambourenverein Amt Entlebuch und die Gastgeber. Für alle Gäste wurde anschließend ein Apero (Aperitiv) angeboten. Für alle Ehrengäste gab es im Gemeindesaal ein Festbankett umrahmt mit musikalischen Beiträgen der Bigband intraWEHnoes und den Original Oberkreuzfidelen. Diese Musikgruppe war sowohl im Volkstümlichen Genre als auch im Dixieland-Sound zu Hause. Die Marbacher Musiker aus der Schillerstadt verabschiedeten sich von der Festgesellschaft mit einem musikalischen Ständchen. Der Vorstand Frank Prüwer übergab an die Feldmusik Marbach eine größere Anzahl Magnum-Weinflaschen von der Weingärtnergenossenschaft Marbach. Mit Wehmut im Herzen bestieg man um 15.45 Uhr den Bus, der eine Stunde vor Mitternacht wieder die Heimat erreichte. Zwei unvergessliche Tage sind nun schon wieder Vergangenheit. Spätestens im Jahre 2012 gibt es ein Wiedersehen, denn dann feiert die Freundschaft Marbach Entlebuch-Marbach/Neckar ihr 50-Jahr- Jubiläum.
Bernhard Eißele, Pressewart
© by Serge Schmid 2010
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