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Alte Entlebucher Musik
1. By Prunterut im Jura,
da hät en Wirt es Huus.
da luegt es Meitschi alli Stund
dreimaal zum Fenschter uus.
Und fragsch du denn d'Soldate,
wer ächt das Meitschi sei,
so lupft es jedem Schwyzerbueb
sys Herz und au sys Bei.
Refrain:
C'est la petite Gilberte,
Gilbert' de Courgenay;
Elle connaît trois cent mille soldats
et tous les officiers.
C'est la petite Gilberte
Gilbert' de Courgenay;
on la connaît dans toute la Suisse
et toute l'armée.
2. Sig eine en Trompeter
sig eine en Tambuur,
sig eine simple Solitat,
si het en a de Schnur.
Vom Korporal zum Lütenant,
bis ufe zum Major,
wer het die alli mitenand
bim Zipfel und bim Oor?
Refrain:
3. Und fragsch: Was Tüfels het sie denn,
isch die denn gar so schön?
Ach was, ich han scho i der Schwyz
mängs Tusig schöneri g'see.
S'weiß keine rächt, wora das lyt
am Aug oder am Schue.
Doch das isch wurscht, me wird verruckt
und rüeft einander zue.
Refrain:
4. Und gäbt me mir es Regiment,
ich sägti: O herrje,
o wär i doch nur Lütenant,
und nur in Courgenay!
Was nützed mir all Offizier
und über tusig Maa
ich mueß doch gopfetammisiech
ganz öppis anders ha!
Refrain:
5. Und wenn de Dienscht denn dure isch
und alles hei zue gaat,
und denn de Wirtin ihres Huus
leer a de Straße schtaat;
Wer wüscht am Fenschter d'Äugli uus
und lueget i d'Ajoie
und trured um die dreimal
hunderttusig Maa?
Refrain:
C'est la petite Gilberte,
Gilbert' de Courgenay;
elle cherche ses trois cent mille soldats
et tous ces officiers.
C'est la petite Gilberte,
Gilberte de Courgenay:
elle pleure maintenant pour toute la Suisse
et toute l'armée.
Hanns In der Gand
Hanns In der Gand, eigentlich Ladislaus Krupski, (* 25. Februar 1882 in La Vernaz, Savoyen;
† 24. Mai 1947 in Zumikon, Kanton Zürich) war ein Schweizer Volksliedsammler und
Soldatensänger.
Hanns In der Gand besuchte das Gymnasium in Luzern, begann dann ein Philologiestudium an der Universität Neuenburg und liess sich schliesslich am Konservatorium in Frankfurt am Main und in München zum Sänger ausbilden. Danach arbeitete er drei Jahre als Hofschauspieler in Altenburg (Sachsen-Altenburg), kehrte jedoch während des Ersten Weltkriegs in die Schweiz zurück und wurde Soldatensänger in der Armee. In der Gands Vater war Pole, die Mutter war Deutsche. Er nahm den Urner Namen (nach Ernst Zahns Romanhelden Albin Indergand) an, um als Volksliedsammler leichter Zugang zu den Einheimischen zu haben. Zwischen den beiden Weltkriegen sammelte In der Gand in allen Sprachgebieten der Schweiz Volkslieder, im Unterwallis und im Bündner Oberland auch instrumentale Volksmusik und Volksinstrumente. Er sang die von ihm gesammelten Volkslieder und begleitete sich dazu auf der Laute. Auf diese Weise sorgte er für deren Verbreitung. Auch im Zweiten Weltkrieg wirkte Hanns In der Gand als Soldatensänger (Geistige Landesverteidigung). Sein Aufsatz Volkstümliche Musikinstrumente der Schweiz von 1937 wurde wegleitend für die neueren Forschungen der
1970er Jahre. Das wohl bekannteste von ihm aufgezeichnete Lied ist Gilberte de Courgenay. Getextet und komponiert wurde dieses Lied im Winter 1915/16 durch die Entlebucher Militärmusiker Robert Lustenberger und Oskar Portmann (siehe «Das klingende Tal», Geschichte der Musik im Entlebuch).
Wer wirklich recht hat wird nie geklärt werden können, da Zeitzeugen fehlen. Leider gibt es keine Orginalpartitur der Herren Lustenberger und Portmann. Für die beiden spricht einzig die Tatsache, dass sie zu dieser Zeit ihre Aktivdienstzeit in Courgenay verbrachten.
In der Gand hat bei allen Liedern die nicht von ihm stammten immer einen Quellenhinweis auf das Original gemacht.
© by Serge Schmid 2010
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